Tag 7 – von Baamonde nach Sobrado dos Monxes (eigentlich 42 km)

42 km an einem Tag – das ist nun wirklich zu viel. Im Pilgerführer (oder besser die abfotografierten Seiten – Danke Tobi) ist eine Variante beschrieben mit 32 km. Aber auch das wollten wir mit Rucksack nicht laufen. Nachdem es fast zum Ehekrach gekommen ist, haben wir uns am Abend geeinigt, dass wir für die ersten 11 km ein Taxi nehmen, das uns in die Nähe der Variante bringt. Dank Google Maps und Open Street Maps navigierten wir uns zumindest auf eine parallel verlaufende nicht befahrene Straße.

Nach ca. 10 km führte diese Straße auf die eigentliche Variante und endlich war auch die gewohnte Beschilderung wieder vorhanden.

So wurden es heute 21 km, meist auf Asphalt, aber auch über sehr schöne Waldwege. Auch heute hatten wir einige Höhenmeter zu bewältigen, der überquerte Pass lag auf 700 m.

Nachdem es die vergangene Nacht geschüttet und gestürmt hat, begann der Tag mit 6 Grad und Sonne – leider nicht sehr lange. Heftiger Wind und Schauer, auch Graupel war dabei, wechselten sich mit der Sonne ab. Allerdings hat es uns nur 3 Mal erwischt, bevor wir am Zielort Sobrado eintrafen.

Eigentlich hatten wir uns auf das Zisterzienserkloster mit 130 Betten/Matratzen in 9 Schlafräumen eingerichtet, viele Möglichkeiten gibt es in dem kleinen Ort nicht. Aber gleich am Ortseingang erblickten wir eine private Herberge, die neben Mehrbettzimmern auch eine Ferienwohnung anboten. Diese nahmen wir sehr gern an, zumal es Waschmaschine und Trockner gab. Nach den sehr kalten und feuchten Tagen hatten unsere Sachen dringend eine Wäsche nötig. Die Wohnung ist komplett eingerichtet und hat 2 Schlafzimmer.

Nach dem obligatorischen Menu del Dia haben wir am Automaten noch Geld gezogen und stellten uns aufgrund eines neuerlichen Regengusses unter. Die Hauseigentümerin kam raus und wir kamen über das Wetter ins Gespräch. Beiläufig erwähnte sie, dass das daneben liegende Hotel San Marcos aufgrund von Elektrikproblemen geschlossen hat. Wir wiederum wussten aber, das die Holländer ein Zimmer gestern telefonisch reserviert hatten und sich ihre Rucksäcke mit Correos (der span. Post) dorthin anliefern lassen wollten. Beide Rucksäcke standen auch schon im Eingangsbereich des Hauses. Und als Martina der Frau gerade unsere Telefonnummer für die Holländer geben wollte, kamen diese nach ihrem 32 km Weg vorbei. Sie waren natürlich ganz irritiert, dass das Hotel geschlossen hat, aber sie nahmen mehr als dankbar unser Angebot an, das 2. Schlafzimmer in unserer FW zu beziehen. Da hatte Jakobus ganz bestimmt seine Hände im Spiel.

So gingen wir dann auch zusammen zum Kloster, unser eigentlicher Übernachtungsort. Bis 1955 standen hier nur Ruinen. Nach und nach erwacht diese riesige Klosteranlage zu neuem Leben. 15 Mönche leben hier.

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