Tag 11 – Ruhetag in Santiago de Compostella

Nach einem langen Abend mit den anderen Pilgern war erst einmal Ausschlafen angesagt. Im Pilgerzentrum holten wir uns dann unsere Compostela ab. Die lange Wartezeit nutzten wir zum Plaudern mit anderen Pilgern. So lernten wir auch Gabi kennen, eine Frau, die in Grölden im Südtirol ein Restaurant führt. Schade, dass wir sie auf dem Norte nicht trafen, sie war etwas hinter uns. Sie erzählte uns, dass ihr Rucksack beim Hinflug nach Bilbao abhanden gekommen war. So musste sie sich zwangsläufig mit allem neu versorgen – dank Decathlon gelang dies vom Slippi bis zum Rucksack, vom BH bis zu den Schuhen. Eine echte Horrorvorstellung. Man nannte sie auf dem Weg „Pink Lady“, Decathlon ist gerade sehr pink/lila-lastig 😉

Nach einem späten Frühstück ließen wir uns durch die schönen Gassen Santiagos treiben. Zum Mittag sind wir – wie vor 4 Jahren schon – ins Seminario Mayor gegangen. Dieses alte Kloster mit Pristerseminar ist ein wunderbarer ruhiger Ort neben der Kathedrale, fernab vom Trubel der Stadt. Zum Teil als Hotel genutzt, gibt es hier ein sehr leckeres Menu del Dia. Und wir trafen einige bekannte Gesichter.

Im Gegensatz zu vor 4 Jahren leuchtet das Hauptportal der Kathedrale im neuen Glanz – ganz ohne Baugerüst und Planen. Dafür ist aber der gesamte Innenraum eine Großbaustelle. Dadurch wird bis zum nächsten Heiligen Jahr 2021 keine Messe gefeiert und auch das Botafomeiro ist eingemottet. Ans Grab von Jakobus kommt man ran und man kann ihm auch auf die Schultern fassen und küssen – der eigentliche Abschluss einer Pilgerreise.

Zwar hatten wir das Angebot nach unserer letzten Ankunft schon genutzt, aber wir ließen uns erneut zum spirituellen Rundgang um die Kathedrale führen. Danach sind wir mit Andreas aus dem Hunsrück und Peter aus der Nähe von Aachen noch eine Kleinigkeit essen gegangen. Kurze Zeit drauf gesellten sich 4 weitere Norte-Pilger zu uns und es wurde nochmals ein sehr lustiger Abend. Zum Absacker sind wir dann noch in die gestrige Bar, wo der Rest unserer Runde saß. So konnten wir uns von allen verabschieden, da wir ja morgen früh weiterlaufen.

Andreas und Peter
Nicole aus Frankfurt und Sönke aus HH sowie Hermann aus NL und Ranger Paul aus Vancouver
und tschüss…

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