Der Mosel-Camino ist Teil des Pilgerwegenetzes nach Santiago de Compostela. Auf 160 km verläuft er zwischen Koblenz-Stolzenfels und Trier auf einer äußerst abwechslungsreichen und reizvollen Strecke. Der Weg ist gut ausgeschildert und mit der gelben Muschel auf blauem Grund findet man den Weg leicht. Die zusammen laufenden Rippen der Muschel weisen als Pfeil die Richtung.
Bereits 2024 stand schon einmal die komplette Planung – nun endlich sollte es soweit sein…
Am ersten der heißesten Tage überhaupt fuhren wir am 25. Juni 2026 mit dem Zug nach Koblenz. Mit viel Verspätung kamen wir spät an, wurden von Kurt abgeholt und haben noch schnell im Kloster inmitten von Koblenz eingecheckt. Der gemeinsame Abend bei Kurt und Helga entschädigte dann für den stressigen Tag.
Nach einer kurzen aber erholsamen Nacht im Kloster der Ordensgemeinschaft der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf starteten wir aufgrund der Hitze bereits 6.30 Uhr. Mit dem Stadtbus ging es die 4 km bis zum Startpunkt.
1. Etappe: von Koblenz-Stolzenfels nach Alken/Löf
Länge: 20,4 km
Übernachtung: Moselhotel Zur Traube in Löf









2. Etappe: von Alken/Löf nach Treis-Karden
Länge: 17,4 km
Übernachtung: Weinstube by Castors, Treis-Karden
Von der Burg Eltz sind wir aufgrund der extremen Temperaturen von über 40 Grad durch das Elztal nach Moselkern gewandert und die letzten Kilometer mit dem Zug nach Treis-Karden gefahren.
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3. Etappe: von Treis-Karden nach Bullay
Länge: 19,5 km
Übernachtung: BullVue (ehem. Onkel Toms Hütte), oberhalb Bullay – absolute Empfehlung
Morgens sind wir ca. 8 km mit dem Bus zum Kloster Engelport gefahren, so mussten wir nicht die 27,5 km komplett laufen.
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4. Etappe: von Bullay nach Traben-Trarbach
Länge: 23,6 km
Übernachtung: Hotel Trabener Hof, Traben-Trarbach
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5. Etappe: von Traben-Trarbach nach Osann-Monzel
Länge: 16,8 km
Übernachtung: Hannes Gästestudio, Osann-Monzel (Hanne Mundt) – sehr nett
Da Martinas neue Wanderschuhe eine derart schlechte Sohle hatten, quälten 2 dicke Blasen beide Fersen. Trotz neuer Sohlen, die in Traben-Trarbach in die Schuhe kamen, hat sie diese Etappe mit dem Bus zurückgelegt. Dies war überhaupt kein Problem. Im gesamten Moseltal sind alle noch so kleine Ortschaften sehr gut an ein gut getaktes Busnetz angeschlossen.
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6. Etappe: von Osann-Monzel nach Klüsserath
Länge: 19,1 km
Übernachtung: Weingut Reh, Klüsserath (wurde kurz danach verkauft)
Martinas Füße hat der Ruhetag zwar gut getan, aber etwas Schonung war noch angesagt. So lief sie die Hälfte des Weges bis Klausen mit und fuhr dann wieder Bus.
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7. Etappe: von Klüsserath nach Schweich
Länge: 14,3 km
Übernachtung: Hotel Leinenhof, Schweich
Aufgrund der kurzen Etappe waren wir schon am frühen Nachmittag in Schweich. Wir entschieden uns, mit dem Zug nach Trier zu fahren und den letzten Pilgerstempel abzuholen.
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So sind wir am 3. Juli direkt von Schweich zurück nach Erfurt gefahren und waren pünktlich vor dem AfD-Parteitag und dem Clueso-Konzert wieder zu Hause.
Fazit:
- ein toller, abwechslungsreicher Weg, allerdings mit ca. 7.500 Höhenmetern auf den ca. 160 km kein leichter
- 15 Grad kühler wären sehr schön gewesen, die ersten 4 Tagen gab es Temperaturen von über 40 Grad, danach 10 Grad weniger
- die Unterkünfte waren oft noch aus den 70er/80er Jahren – keine Klimaanlage und leider auch kein Ventilator
- zum Glück gibt es aber fast mehr Wald als Wein an der Mosel und auf den ersten Etappen verliefen viele Kilometer durch Wald
